Well MB03 – ein TM VSR Klone mit Mancraft HPA System

Buddy/ Juli 12, 2017/ Vorstellung/ 0Kommentare

Well MB03 – ein TM VSR Clone mit Mancraft HPA System

In den letzten Wochen durften wir die MB03 mit Mancraft HPA (Druckluft) System kennen lernen.
Am Sonntag (Ende Mai) haben wir diese dann mit zum AIPSC Feld genommen und zu viert getestet. Insgesamt haben wir diese HPA Sniper vier Wochen getestet. Wie wir das alles finden, ob die Flasche und der Schlauch beim Spielen stören, werden wir hier in diesem Review klären. Viel Spaß beim Lesen.

Die Hersteller:

Mancraft:

Laut ihrer Facebookseite bauen die Jungs von Mancraft seit 2012 an Airsoftparts. Den Durchbruch erlangten sie mit ihren Mancraft Drop-In Kits, die völlig mechanisch funktionieren, also anders als bei den meisten anderen Mitbewerbern benötigt man hier keine Batterie zum Antrieb der HPA Kits.

Well:

Well ist bekannt dafür, Tokyo Marui Klone herzustellen. Das bedeutet die eher hochwertigen japanischen Vorbilder günstiger zu produzieren.  Anfangs erhielt Well zumeist negative Kritiken, in den letzten Jahren sind diese durch die von Well verbesserten Standards durchaus ausgeblieben.

Real Steel Variante:

In der Tat gibt es ein reales Vorbild, nämlich die Remington 700 SPS TAC, diese Repitierbüchsen werden seit 1962 hergestellt und haben international einen erstklassigen Ruf. Sie wird in den USA von der US-Army und von dem USMC genutzt in Europa dient sie bei vielen Polizeieinheiten als Scharfschützengewehr für den mobilen Einsatz. Der Vorteil an dieser Waffe liegt darin, dass sie zunächst günstig produziert werden kann und sie im Original nur 4,8 kg wiegt.

Fakten:

System: HPA
Kaliber: 6mm
HopUp: Ja, einstellbar
Material: Metall und Kunststoff
Magazin Kapazität: 30 Schuss
Energie: Details siehe unten
Gesamtlänge: ca. 1140mm
Lauflänge: 509mm
Gewicht: 2,45kg

Der Lieferumfang:

  • Well MB03
  • Speedloader
  • Werkzeug für den Zusammenbau
  • Einfacher 2-Point-Sling
  • Ein paar BBs
  • Anleitung für den Zusammenbau der Springervariante

Die Airsoftvariante:

Wir haben eine MB03 vor uns wie wir sie kennen. Die Well MB03 ist mattschwarz, der Zylinder ist silberfarben. Insgesamt ist es, wie das Vorbild, einfach gehalten. Auf der Ober- und Unterseite der Airsoft ist ein leichter Grat vom Guss. Dieser ist aber leicht mit einer scharfen Klinge zu entfernen und stellt dann keinen Mangel mehr dar. An der Unterseite ist eine Picatinny-Schiene angebracht an dem der Bi-Pod angebracht werden kann. Außerdem ist hier eine der Sling-Aufnahmen.  Wir würden jedoch nicht den beigelegten Sling nutzen, dieser erscheint etwas instabil. Rechtsseitig hat man das „F“ im Fünfeck, der Importeur (BEGADI) mit Kaliber Angabe MB03 und daneben noch der Aufdruck HPA. Alles in allem Schlicht wie die gesamte Airsoftgun. Beim auseinander bauen ist uns aufgefallen, dass die Verschraubungen etwas gröber sind. Passt hier auf, dass ihr mit wenig Druck die Verschraubungen löst und wieder verschraubt. Wir hatten Sorge, dass es sonst mal „kaputt gedreht“ werden könnte. Auch sollte man unnötiges aufschrauben vermeiden um diese Stellen zu schonen.
Was tricky ist, ist das Einlegen des Ladehebels, hier haben wir bemerkt, dass die Nozzle vom Mancraftsystem an der Hop-Up-Unit entlangschrammt und manchmal auch leicht klemmt. Dies beeinträchtigt den Schussablauf nicht. Insgesamt waren die verbauten Materialien jedoch von einer guten Qualität.

Die Internals:

Hier hat sich das Herzstück der MB03 in eine Mancraft SDiK Drucklufteinheit verwandelt. Anstatt einer schweren Feder ziehen wir Butterweich den Ladehebel nach hinten. (Endlich keine Zerrung mehr beim Nachladen. :D) Der Repetiervorgang geht in den meisten Fällen sauber durch hier haben wir das fett durch Silikonöl gewechselt danach ging der Vorgang etwas smoother von der Hand. Der Mancraftzylinder sieht schick aus, ist orange besteht im Einzelnen aus einigen O-Ringen, einer Druckkammer und einer Feder. Er hat einen simplen Aufbau. Der Lauf (Inner Barrel) besteht aus Messing, die Hop-Up-Unit aus Kunststoff. Der Lauf ist gerade, wir haben diesen aber erstmal gereinigt, ebenso mussten wir das Hop-Up-Gummi neu einlegen, da dies etwas viel Öl abbekommen hatte und auch nicht genau gerade eingelegt war (die Klassiker halt). Die Abzugseinheit besteht aus Kunststoff. Gut ist dadurch das kein Pistion (Bei Federdruck üblich) auf die Internals schlägt, müssen hier nicht z.B. die Abzugseinheit gegen eine langlebigere aus Metall ersetzt werden. Toll ist natürlich das alle Internals, wenn man denn Aufrüsten möchte, VSR 10 kompatibel sind, das bedeutet es gibt eine unendliche Auswahl an Möglichkeiten, Anbauten und Ideen.

Der Schusstest:

Wir haben auf jeweils fünf Schuss auf 30 Meter und auf 50 Meter geschossen. Der erste Schusstest ging aufgrund von Wetterlage und dem ungereinigten Lauf gehörig in die Hose, also haben wir uns eine Industriehalle gesucht und gemietet um ein genaueres Schussbild abliefern zu können. Leider durften wir auf dem Gelände keine Fotos oder Videos drehen. Da er Eigentümer dies nicht wollte. Den fertigen Schusstest und die Erfahrung konnten wir aber mitnehmen und möchten wir euch hier Präsentieren. 🙂

Auf 30 Meter haben wir vier von fünf Schuss getroffen. Die ASG verzog etwas nach Links, daher mussten wir die anderen 4 Schüssen einen Dot versetzt schießen und konnten das DIN A4 Blatt gut treffen der Streukreis lag hier 6,25 cm auseinander. (Streukreis = Die Streuung ist die Abweichung einer Serie von Treffern von einem gemittelten Zielpunkt)

Auf 50 Meter konnten wir drei von fünf Schüssen platzieren. Hier mussten wir fast zwei Dots nach rechts halten um das Ziel zu treffen. Der Streukreis der Treffen lag bei 5 cm. Es wurde auch hier auf ein DIN A4 Blatt geschossen.

Schusstest

Alle Schüsse wurden Aufgelegt ausgeführt. Der Schafft der ASG wurde mit einer Zwingenvorrichtung festgesetzt somit konnte die ASG sich nicht wärend der Testschüsse bewegen. Der Schusstest wurde mit LONEX 0,40 Gramm BBs durchgeführt.

Das Fazit:

Im Grunde haben wir eine Solide ASG vor uns, wenn man mit den kleinen Schwächen einer Well leben kann ist dies eine gute Sniper, wenn man jetzt noch Hop-Up-Unit und Lauf tauscht hat man dank der absolut konstanten Leistung  des Mancraft HPA Systems eine wirklich sehr gute Airsoftsniper. Am meisten freut uns das lockere ziehen des Ladehebels. Mit den richtigen Kugeln (ab 0,40 Gramm) ist der Schuss etwas leiser, was den Gegenspieler zur Verzweiflung treiben wird.  Der Mancraft Regulator macht seinen Job gut, er reguliert genau auf den Druck, den wir wünschen. So konnten wir perfekt auf 2,0 Joule, 2,2 Joule und 2,5 Joule Chronen und das absolut konstant. Vor dem ersten Schießen muss man die Airsoft vernünftig reinigen und den Lauf entfetten. Sonst kann man kein gutes Schussergebnis erwarten. Auch das Hop-Up- Gummi muss gerichtet werden, bei uns war es gut 1 mm neben dem Ausschnitt. Wodurch ein präzises schießen sehr schwer war. Nach dem Reinigen und Richten ging es aber gut von der Hand. Die Präzision mit den Stock Internals war gut. Insgesamt ist dies ein guter Einstieg in die HPA Sniperwelt. Wer eine bessere Präzision möchte kann einen Tuninglauf von BEGADI einbauen lassen.

Wir haben die Airsoft mehrfach getestet, insgesamt wurde sie von drei Spielern getestet und bewertet. Eine Meinungen ist die folgende:

„Wir sehen den nutzen einer HPA Sniper nicht, wir haben keine Vorteil einer Springsniper gegenüber gesehen. Die Präzision war ähnlich gut. Jedoch ist die Flasche hinderlich – gerade in Punkto bewerglichkeit und moderne, schnelle Spielweise.“

Die Kontrameinung spiegelt sich wie Folgt:

„Wir konnten konstant Schießen und hatten immer die selbe Mündungsenergie, das Schussbild lässt sich besser einstellen und die Flasche ist zwar ungewohnt jedoch nicht nervig oder schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Klar muss man aufpassen, dass man nirgendwo hängen bleibt, aber das passt schon. Wenn man zehn Meter entfert ist hört man die Airsoftsniper kaum noch. Mit einem ordentlichen Ghillie könnte man hier gut und gerne das gegnerische Team langfristig beschäftigen.“

Wie ihr also lesen könnt, driften die Meinungen dann doch am Ende auseinander. Wir können also nur eine Kaufempfehlung herausgeben, wenn ihr sowieso mit HPA und dem Snipern mit HPA anfangen wolltet. Dann kann man mit der MB03 gut und günstig beginnen. Es obliegt natürlich dann noch dem Geschmack ob mit Flasche oder CO² Regulator. Einen Vorteil hat die Lösung von BEGADI hier aber ganz klar: Sie ist legal, ihr habt ein legales funktionierendes HPA Set und das ab 289,00 Euro.

Pro:

  • Günstig
  • Sparsam im HP Verbrauch
  • Konstante Mündungsenergie
  • VSR 10 kompatibel
  • Leicht
  • Günstige Ersatzteile

Contra:

  • Lauf und Hop-Up sind verunreinigt (Reinigen)
  • Gewindegänge im Kunststoff sind mit Vorsicht zu genießen
  • Schlauch und Flasche

Einen Tipp haben wir dann noch für euch, die Flaschen lassen sich super in einer festen Dump Pouch mit etwa 1 Liter Fassungsvolumen Transportieren (je nach Flaschengröße natürlich:)) 

Wir danken BEGADI für das zur Verfügung stellen der WELL MB03 HPA Mancraft.

 

Die MB03s im Sortiment von BEGADI:

Well MB03 Basic HPA MANCRAFT

Well MB03 full Set HPA MANCRAFT

MANCRAFT Regulator 4 mm und 6 mm

Weitere Bilder vom ersten Schusstest:

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